Selbstführung

Was heisst eigentlich Selbstführung?

Der Begriff der Selbstführung ist in der Literatur nicht einheitlich definiert. Nach Graf (2019) wird Selbstführung häufig mit den Begriffen Selbstmanagement, Selbstführung, Selbststeuerung und Selbstregulation verwendet. Dabei sind in der Psychologie die Begriffe Selbstregulation („self-regulation“), Selbststeuerung („self-monitoring“) und Selbstmanagement („self-management“) gängig. In der Management- und Coaching-Literatur spricht man von Selbstmanagement oder Selbstführung („self- leadership“). Selbstführung in selbstorganisierten Arbeitskontexten, IAP Studie 2020

Wir nutzen Selbstführung, da wir Management mehr mit «organisieren» und «kontrollieren» in Verbindung bringen, während Führung für uns eher «(positiv) Einfluss nehmen» und «motivieren» bedeutet, was in diesem Artikel der Weka über Führen und Managen gut abgebildet wird. Eine Definition, die uns dementsprechend gut gefällt, stammt aus einem Artikel der Kalaidos Fachhochschule

Im Kern geht es bei Self-Leadership nach Furtner (2017) darum, die eigenen Gedanken, Emotionen und Verhaltensweisen mittels Selbstreflexion, -bewertung und -motivation in eine gewünschte Richtung zu beeinflussen und damit definierte Ziele zu erreichen sowie die eigene Leistungsfähigkeit zu steigern. Anhand einer Palette von selbstbeeinflussenden Fähigkeiten, mit denen Selbstführung als Kompetenz effektiv entwickelt werden kann, soll das persönliche Leistungspotential ausgebildet und entfaltet werden. Zudem soll damit die Selbstwirksamkeit, das heisst der „Glaube an die eigenen Kompetenzen“ erhöht werden.

In unserem Workshop haben wir uns aber auf das Modell des Artikels Selbstmanagement-Kompetenz: Modell mit 8 Bausteinen im Überblick der Weka gestützt, da er unserem Verständnis, was alles zu Selbstführung gehört, sehr gut entspricht. Ihr findet im Artikel nochmals ganz viele Informationen zu Selbstführung und den einzelnen Bausteinen sowie einen Vorschlag, wie ihr anhand des Rades darüber reflektieren könnt, wie eure Selbstführung aussieht oder noch verbessert werden könnte.

Den kurzen Selbsttest, den ihr zu Beginn des Workshops durchgeführt habt, findet ihr übrigens hier.

Selbsterkenntnis & Reflexion

Keine Selbstführung ohne Selbsterkenntnis. Sich selbst wahrzunehmen, ist die Grundlage, dass man sich überhaupt weiterentwickeln kann.

Diese Grafik haben wir dem CAS Selbstmanagement der FHNW geklaut. Sie zeigt das Weka Rad in einer anderen Perspektive und dabei deutlich, dass es für alle Bereiche der Selbstführung eine Reflexionsebene braucht, damit auf der Umsetzungsebene etwas passieren kann. Die oberste Ebene der Werte und Haltung würden wir natürlich mit dem Growth Mindset erweitern.

Als Kernaufgabe für die Selbsterkenntnis sehen wir die Reflexion (Definition). Um eine Situation ganz zu erfassen, kann es notwendig sein, aktiv eine Aussensicht zu suchen. Ronald A Heifetz nutzt dafür das Modell der Tanzfläche und des Balkons, wie in diesem kurzen Beitrag beschrieben. Welche anderen Erkenntnisse man bei dieser Perspektive gewinnen kann, ist im Buch «New Work needs Inner Work» gut beschrieben.

Selbstreflexion umschliesst in einem ersten Schritt unser Handeln, Denken und Fühlen, unsere Werte und unsere Bedürfnisse. Egal, ob du dich fragst, wie es dir heute so geht, was eigentlich in diesem Streit passiert ist oder wo du gerade stehst und wohin es vielleicht gehen soll- deine Reflexion sollte immer dahin zielen, deine (momentanen oder universalen) Bedürfnisse zu erkennen.

Helfen kann dir dabei das Eisbergmodell, welches ursprünglich auf Sigmund Freud zurückgeht. Es sagt aus, dass wir nur einen sehr kleinen Teil dessen, was vorhanden ist, überhaupt sehen oder erfahren können.

Bezogen auf unser Verhalten bedeutet dies, dass sich unterhalb Gefühle und Gedanken, Werte und ganz unten Bedürfnisse befinden, die ebendieses Verhalten auslösen. Auch unsere Gefühle und Gedanken basieren auf unseren Bedürfnissen. Sie zu erkennen kann dich also dabei unterstützen, dich und deine Gefühle oder dein Verhalten besser zu verstehen.

Aus New Work needs Inner Work

Die eigenen Gefühle, Werte und Bedürfnisse zu beschreiben, ist gar nicht so einfach. Unterstützen können dich dabei Listen mit möglichen Begriffen. Hier findest du Beispiele für Gefühle, Werte und Bedürfnisse. Wir finden speziell die Liste zu den Bedürfnissen sehr wertvoll. Welches deiner Bedürfnisse ist gerade nicht erfüllt?

Gefühle

Werte

Bedürfnisse

Du kannst die Listen ganz einfach ausprobieren: Erinnere dich an drei Momente, in denen du dich nicht gut gefühlt hast. Versuche zu beschreiben, welches Gefühl bei dir vorgeherrscht hat. Nimm dann die Bedürfnisliste und lies die Begriffe durch. Welches Bedürfnis wurde in dieser Situation nicht erfüllt? Machst du diese Übung immer wieder einmal, kannst du möglicherweise Muster erkennen und damit herausarbeiten, welches deine wichtigsten (unerfüllten) Bedürfnisse sind.

Zielsetzung

Divergentes und konvergentes Denken

Die Begriffe divergentes und konvergentes Denken kommen aus dem Innovationsmanagement. Wir denken aber, sie passen hervorragend auf die unterschiedlichen Lebens- und Arbeitssituationen, in denen wir uns bewegen. Manchmal ist es Zeit für Divergenz, manchmal für Konvergenz. Dieser Blog Artikel gibt dir eine ganz kurze Einführung in die Merkmale des divergenten und konvergenten Denkens.

Serendipity

Für serendipity gibt es keine direkte deutsche Übersetzung, am ehesten funktioniert “glücklicher Zufall”. Glückliche Zufälle hast du sicher auch schon erlebt- du warst zur richtigen Zeit am richtigen Ort mit dem richtigen Menschen, und das hatte einen Einfluss auf dein Leben oder deine Arbeit.

Serendipity erfährt man selten, wenn man sehr gerichtet seine Ziele setzt und diese verfolgt. Deswegen scheint es uns wichtig, auch Zeit und Räume zu schaffen, damit serendipity passieren kann. Dieser Beitrag stellt Entdeckungen und Erfindungen vor, die nur dank serendipity passierten. Hat sich gelohnt, nicht?

Agile Zielsetzung mit SMART

Alle, die SMART mögen finden in diesem Artikel eine Anpassung und Erweiterung hin zu SMART CODE. Da wird die Balance von Smart hin zu einem “Purposeful Discovery” gut erklärt und hergeleitet. Empfehlenswert. 

Zielsetzung mit FAST

Wer von SMART wegkommen mag, dem gefällt möglicherweise das Akronym FAST. FAST Ziele werden regelmässig diskutiert, sind ambitioniert, ausreichend spezifisch, um Fortschritt zu erkennen und Learnings abzuleiten und vor allem transparent. Vorgestellt wurde dieser Ansatz von der MIT Sloan Review, hier geht’s zum Artikel

Um FAST-Ziele umzusetzen, wird häufig der OKR-Prozess verwendet. OKR steht für Objective & Key Results und bezeichnet einen Prozess der Zielausrichtung innerhalb einer Organisation, der pro Quartal wiederholt wird. Ein Schweizer OKR-Pionier ist Urs Baumgartner. Hier gibt’s ein Interview dazu im HR Today.  Und hier findest du zusätzliche Inputs https://okrcircle.org/training.  https://www.workpath.com/de/okr

Synergy Map

Die Synergy Map ist ein Hilfsinstrument, dass dich unterstützt, eine Ordnung in all die von dir gesetzten Ziele zu bringen. Die von uns gezeigte Sketchnote und eine Anleitung dazu findest du hier.

Zeitmanagement

Die Aussage » Handeln ist dann erfolgreich, wenn es geplant und flexibel ist» stammt von Wolfgang Widulle, einem Dozenten der Hochschule für soziale Arbeit FHNW. In seinem Video «Zeitmanagement im Studium» gibt es ab Minute 20:40 einige gute Hinweise nicht nur für Studierende.

Jeder von uns hat eine gewisse «Zeitmanagement-Persönlichkeit». Dazu kommt aber unser momentanes Bedürfnis- manchmal braucht es Raum und Zeit und wir leben eher chaotisch, manchmal braucht es Zielorientierung und wir leben sehr strukturiert. Deswegen (und wegen den Auswertungen, die wir nicht immer als sehr plausibel ansehen) halten wir keine grossen Stücke auf die vielen «Zeitmanagement-Typen-Tests», die es gibt. Diesen hier können wir trotzdem empfehlen- denn er beschreibt nicht nur 6 Typen, sondern auch dazugehörige Risiken und mögliche Strategien, was man gut zur (situationsbedingten) Selbstreflexion nutzen kann.

Methoden zur Organisation der eigenen Aufgaben und Zeit gibt es viele und dazugehörige Artikel wie Sand am Meer. Wir verzichten darum, auf solche einzugehen. Und können es trotzdem nicht lassen, euch im Methodenteil auf drei Dinge aufmerksam zu machen.

Boundary Management

Boundary Management beschäftigt sich damit, wie und zu welchem Grade Menschen ihr Arbeits- von ihrem Privatleben abgrenzen. Falls du dich mehr mit Boundary Management beschäftigen möchtest, findest du hier einige Ressourcen.

Im unten verlinkten Impuls des IAP der ZHAW geht es im ersten Teil um Job Crafting (ebenfalls sehr interessant!) und im zweiten Teil um Boundary Management. Wir empfehlen, diesen Teil in einer leicht höheren Geschwindigkeit laufen zu lassen.

Von der Hochschule Luzern gibt es einen einfachen Selbsttest zur Ermittlung des Boundary Typs.

Dazu gehört der Auswertungsleitfaden, der nochmals Hintergründe zum Thema und eine gute Auflistung von Charakteristiken der verschiedenen Typen gibt (Seite 4)

Ebenfalls von der ZHAW ist das On Off Factsheet, welches mit Tipps zum Umgang mit «Always on» ergänzt ist.

Ressourcenmanagement

Umgang mit Stress

Wie wir mit unseren Ressourcen am besten umgehen und was wir nutzen, um unsere Batterien wieder zu füllen, ist sehr individuell. Für uns alle gleich ist aber wohl die Aussage «Stress entsteht, wenn die Anforderungen und die persönlichen Ressourcen aus dem Gleichgewicht geraten». «Ganz ruhig, eins nach dem anderen» ist ein Bericht über eine Stress-Selbstanalyse einer Journalistin im Rahmen einer Studie der Uni Zürich. Vieles eigentlich ganz offensichtlich- aber es tut gut, daran erinnert und zum Reflektieren angeregt zu werden.

Auch diese Ressource des Netzwerk bildung+gesundheit beschäftigt sich zuerst damit, dass Stress aus einer Imbalance zwischen Anforderungen und Ressourcen entsteht. Sie stellt eine Liste zur Verfügung, mit Hilfe derer man seinen Umgang mit den eigenen Ressourcen prüfen kann, gefolgt von einer Rehe von Übungen zur körperlichen Entspannung, zum Abbau negativer Denkmuster und zu Vertrauen und Heiterkeit.

Achtsamkeit

Achtsamkeit ist eines dieser Modewörter, die bei einigen Menschen gleich schaudern auslösen. Mit “daily balance” Tee esoterischen Klängen horchen und dabei tief atmen.

Diese Bild ist ungerechtfertigt, denn Achtsamkeit ist viel mehr als das. Achtsamkeit lässt uns Pause machen, uns fokussieren und damit (auch) unsere Konzentration erhöhen. Gerade in Zeiten grossen Stress und grosser Ablenkungsgefahr kann Achtsamkeit ein guter Ansatz sein, uns nicht zu verlieren und konzentriert unseren Aufgaben nachzugehen. Und vor allem ist Achtsamkeit mehr als Meditation.

Der Artikel «Achtsamkeit im Studium» ist zwar für Studierenden geschrieben, passt aber inhaltlich auf uns alle. Wann ist Achtsamkeit angesagt, was ist Achtsamkeit überhaupt, was ist Mediation und wo liegen die Grenzen der Selbstoptimierung?

«Mediation gegen chronisches Aufschieben» beleuchtet den Aspekt, wie wir durch Mediation gezielt Konzentration üben können und wie uns dies hilft, uns den selbstgesetzten Impulsen zu widersetzen, uns durch Ablenkung von der Arbeit abzuhalten. Dies fliesst in das Prinzip «Deep Work» ein, das sich ebenfalls damit beschäftigt, wie wir in Zeiten ständiger Ablenkung unsere Aufmerksamkeit halten können.

Du brauchst praktische Tipps? Diese «11 Achtsamkeitsübungen für deinen Alltag» könnten dir dabei helfen.

Persönliches Unterstützungsnetzwerk

Wir sind für uns selbst verantwortlich – könnte es da nicht entlastend sein zu sagen: Und wir müssen das nicht alleine tun! Dafür ist das Instrument der „Backers List“ – stell‘ dir vor du hast eine Liste von Menschen, die dich unterstützen, wenn‘s drauf ankommt. Die kannst du um Hilfe bitten. Vielleicht willst du hier mal den einen oder anderen Moment investieren. 

Selbstwirksamkeit und Growth Mindset

Was man unter Selbstwirksamkeit und Growth Mindset versteht, haben wir in den Theorieteil gepackt. Hier findet ihr Artikel, die sich mit dem Einfluss der beiden Konzepte auf unsere Lernbereitschaft, Motivation und Resilienz beziehen.

Ein Schlüssel zur Motivation ist, wie wir uns selbst wahrnehmen. Neben den zwei Konzepten Growth Mindset und Selbstwirksamkeit gibt es noch zwei weitere spannende Konzepte: Grit kann man am Besten mit «Schneid» übersetzen und bedeutet, auch längerfristig seine Ziele zu verfolgen. Locus of Control bedeutet, überzeugt zu sein, Prozesse beeinflussen zu können. Die hier beschriebene Studie einer kalifornischen Forschergruppe zeigt, dass Menschen, die in diesen 4 Konzepten hohe Werte erzielen, eine Aufgabe grundsätzlich motivierend interpretieren- und zwar egal, ob sie einfach oder schwierig ist.

Der Artikel «Das richtige Mindset für Resilienz entwickeln» erklärt nach einer Einführung in die Theorie des Growth Mindset, wie ein auf Weiterentwicklung fokussiertes Selbstbild und das damit einhergehende Gefühl der Selbstwirksamkeit (ich kann selbst etwas erreichen) unsere Widerstandskraft (Resilienz) in schwierigen Situationen stärken.

Kann das Konzept der Selbstwirksamkeit auch schädlich sein? Ist es bloss eine Zauberformel zur Selbstoptimierung? Können wir selbst oder andere zu hohe Anforderungen an uns stellen? Im Artikel (mit Video und Podcast) «Selbstwirksamkeit: Wie man lernt, sich etwas zuzutrauen» von SWR2 werden auch durchaus kritische Beobachtungen gemacht. Speziell spannend finden wir die Perspektive, das Menschen mit einem hohen Grad an (falsch verstandener?) Selbstwirksamkeit auf Höchstleistungen fokussiert und damit Kandidaten für ein Burnout sein können.

Weitere Ressourcen

Das Ikigai

Die Philosophie des Ikigai stammt aus Japan und kann dir helfen herauszufinden, was dein Leben für dich wirklich lebenswert macht. Sich mit deinem Ikigai zu beschäftigen unterstützt dich in Situationen der inneren Unzufriedenheit darin, Möglichkeiten zu finden, wieder mehr mit dir in Einklang zu leben.

Im rund 15-minütigen Podcast des Arbeitsphilosphen kannst du dir eine Erklärung des Ikigais anhören. Die Anleitung des Magazins Neue Narrative unterstützt dich in der Selbstreflexion. Du kannst sie alleine oder im Tandem durchführen.

Der Clarity Canvas

Der Clarity Canvas ist eine Entwicklung der Neue Narrative und vereinigt Ansätze von Holacracy mit der Getting Things Done Methode. Er kann dich dabei unterstützen, noch mehr Klarheit über deine Ziele in verschiedenen Fokusbereichen zu erlangen.

Reflexionsfragen zur persönlichen Zielsetzung

Manchmal tut es gut, gross zu denken. Diese Reflexionsfragen aus dem Magazin Neue Narrative (No 9) könnten dir dabei helfen.

Audio-Trainings Selbstführung und Gewaltfreie Kommunikation

Von den Neuen Narrative habt ihr bereits gehört. Das Magazin bietet auch Audio-Trainings an: Wie du dich selbst führst handelt, wie der Titel schon verrät, von Selbstführung. Daneben gibt es das Training in Gewaltfreier Kommunikation, Wie du richtig streitest, das ich für einen ersten Einstieg ins Thema sehr empfehlen kann.

Kurz-Webinar Selbstführung IAP ZHAW

Das Institut für Angewandte Psychologie der ZHAW offeriert ein kurzes Webinar zum Thema Selbstführung. Ein grosser Teil davon dreht sich um Ziel- und Zeitmanagement, was eine gute Ergänzung zu unserem Input sein kann.

Methoden

Time-Boxing

Time-Boxing ist eine Methode, bei der du jeder Aufgabe eine fixe Zeitdauer zuordnest und nur genauso lange daran arbeitest. Danach gehst du zur nächsten Aufgabe über. Dies klingt zunächst unrealistisch, aber time-boxing kann dir massiv dabei helfen, konzentriert zu arbeiten. Unten wird dir in 11 Minuten erklärt, wie time-boxing funktioniert (egal, was du von Elon Musk hältst).

Bullet Journaling

Bevor Du “Bullet Journaling” googelst und Dich von Tausenden von Instagram-Bildern mit liebevoll und höchst bunt ausgestalteten Notizbüchern abschrecken lässt, lass Dir gesagt sein: Bullet Journaling wurde von einem jungen, in Wien aufgewachsenen Amerikaner und heutigen Product Designer entwickelt, der Wege suchte, um mit seinem ADHS umzugehen. Das ursprüngliche Bullet Journal ist an Schlichtheit kaum zu übertreffen und soll genau einem Ziel dienen: Alles an einem Ort zu haben um den Kopf für die wirklich wichtigen Dinge frei zu halten. Dabei ist es höchst flexibel-du machst dein Bullet Journal wieddewiedde wie es dir gefällt.

Deep Work

Deep Work ist so etwas wie die Königsdisziplin im geordneten, konzentrierten Arbeiten. 2016 erschien das gleichnamige Buch von Cal Newport. Der Begriff prägte bald die Diskussionen, wie wir in einer Zeit ständiger Ablenkungsmöglichkeiten unsere Konzentration erhalten können.

Cal Newport zeigt auf, wie das Multitasking, welches wir häufig auch unbewusst betreiben, uns Energie kostet und damit eine konzentrierte, tiefgehende Arbeit verhindert. Er stellt im Buch verschiedenste Persönlichkeiten und ihren Zugang zu Deep Work vor, betont aber immer wieder, dass jeder seine eigenen Routinen finden muss und dass dies nicht von heute auf morgen geschieht (er selbst hat 3 Jahre dazu gebraucht, seinen Idealzustand zu finden).

Das Buch ist sehr einfach geschrieben und schnell gelesen. Es inspiriert, über sein eigenes Verhalten nachzudenken und gibt einfache Tipps, was man, falls man unzufrieden ist, ändern könnte. Du findest es hier als pdf verlinkt (sollte der Link nicht mehr funktionieren, bitte melden).

Ein paar meiner eigenen Notizen:

  • Resisting distractions needs willpower, and willpower is limited. You need to make resistance a habit so it does not require willpower anymore. 
  • This includes resisting distraction when you are bored. If you are busy all the time, you loose the ability to concentrate.
  • Focus on the widely important!
  • Do not cling to log measures (how close to your target are you, e.g. I will spend 3 hrs/day with deep work) but to lead measures (how much progress did I make compared to before, e.g. how much time did I spent on deep work). Use a scoreboard to visualise your lead measures. Reflect and take actions.
  • Give yourself (short) deadlines for tasks to force concentration. Adhere to those deadlines
  • Plan you days in blocks
  • Determine which of your tasks are shallow (how long would it take to teach to somebody else? How long would it take somebody else to do it?). The amount of shallow work should not be above 30-50%. Say NO to the rest.
  • Carefully guard your obligations. Say clearly NO (do not offer alternatives e.g. I cannot support you with XY, but can I help you in another way?)